Wie ich zum Stricken kam
Ja, wie ich zum Stricken kam. Meine Omama hat gefühlt immer gestrickt. Und das in einer Geschwindigkeit, wie eine Strickmaschine. Es sah sogar so aus, dass sie nicht einmal mehr hingucken musste. Sie strickte Socken und Oberteile. An meine Mutter hat sie das Strick-Gen weitergegeben und sie an mich. Die Schnelligkeit hat je Generation allerdings immer mehr abgenommen 😉
Irgendwann wollte ich nun auch was stricken. Ich suchte mir Wolle aus. Ein meliertes Garn in rot, weiß und blau. Es sollte ein Schal werden, gestrickt in Hin- und Rückreihen, jeweils rechte Maschen. Ich hatte angefangen den Schal zu stricken, aber mir gefiel es nicht und ich strickte nicht weiter. Auch heute mag ich krausrechts nicht gerne. Am Ende strickte meine Omama mir aus der Wolle zwei Schals in einer Patentart. Mir gefiel es 🙂
Danach strickte ich mal ein paar Socken, aber nicht wirklich viel, geschweige denn regelmäßig. Aber dann kam ein Tag im September, an dem ich mir das Handgelenk gebrochen habe. Mehrere Wochen war ich krankgeschrieben zu Hause. Da fällt einem schon die Decke auf den Kopf und so kam mir die Idee, dass ich mal wieder zu den Stricknadeln greifen sollte. Nach Absprache mit meinem Physiotherapeuten, strickte ich dann also das erste Paar Socken. Es folgten ein total bunter Schal, ein Winterset (Handschuhe und Mütze) in einem Faire-Isle-Muster und am Ende ein Norwegerpullover mit töltenten Isländern drauf. Zu diesem Pullover komme ich später aber noch einmal.
Die meisten Anleitungen mit Hinweisen, wo die Wolle bezogen werden kann, habe ich bei DROPS Design gefunden. Dort gibt es auch super tolle Videos zu den einzelnen Stricktechniken.
Seitdem stricke ich meistens Mützen oder Socken. Auch einen weiteren Pullover kann ich zu meinen Strickstücken zählen, mehr aber nicht. Socken sind einfach am praktischsten – sind schnell fertig und das Material kostet wenig 😉
Aber vielleicht ändert sich dies ja auch mal wieder. Wer weiß, wer weiß…
